Evangelisch - reformierte Kirchengemeinde Leopoldstal

Hallo, liebe Gemeinde! Mein Name ist Zoe Davis

 2026 Zoe Davis

 und ab April bin ich für zwei Jahre Ihre Vikarin in Bad Meinberg und Leopoldstal. Das Vikariat ist die praktische Ausbildung zur Pfarrerin, ähnlich einem Referendariat für angehende Lehrende an der Schule. Wenngleich mir mein Studium in Münster gut gefallen hat, freue ich mich nun doch sehr darauf, endlich in die Gemeinde zu kommen. Mit der Unterstützung und dem Beistand von meinem Mentor, Pfarrer Dr. Bloch, werde ich also das Pfarramt hautnah und in seinen vielen – wunderbaren und herausfordernden – Facetten erleben.


Vor allem jedoch darf ich mich in den Aufgaben dieses Berufs erproben und stellenweise überhaupt erst kennenlernen. Durch meine Klinische Seelsorge Ausbildung, ein Seelsorgepraktikum in der JVA Werl sowie äußerst spannende und lehrreiche Seminare konnte ich im Bereich der Seelsorge schon erste Erfahrungen sammeln. Taufen, Trauungen und Beerdigungen etwa werde ich hingegen das erste Mal aus der Perspektive einer Pfarrerin begleiten, was mir viel bedeutet. Zunächst werde ich noch oft an der Seite von Pfarrer Dr. Bloch sein, um Sie als Gemeinde und das Amt kennenzulernen. Im Laufe des Vikariats werde ich dann mit immer mehr und anderen Aufgaben betraut.
Abseits der Ausbildung verbringe ich meine Zeit gerne draußen, am liebsten im Wald. Dort fühle ich mich Gott und dem Leben nah. Begleitet werde ich dabei von meinem Dackel Paulus. Wobei... vielleicht bin auch ich diejenige in reiner Begleitfunktion, er ist – wie gesagt – ein Dackel, ein äußerst dackeliger.


Mindestens ebenso spannend, lehrreich, (un)verständlich, willensstark, überzeugt, aber auch herausfordernd wie meinen kurzbeinigen Gefährten finde ich seinen Namensgeber: den Apostel Paulus. Sein unerschütterlicher Glaube ist beeindruckend. Seine Überzeugtheit vom Evangelium und seine Überzeugungskraft wie wir sie in seinen Briefen finden, treiben mich noch heute an, knapp 2000 Jahre nach seinem Wirken.
Ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die glauben (Röm 1,16), schrieb er wahrscheinlich im Jahre 56 an die Gemeinde Christusgläubiger in Rom. Diese Aussage drückt meine Motivation und mein Anliegen für den Pfarrberuf aus. Für mich ist der Glaube nichts Beschämendes. Vielmehr ist er eine tragende und antreibende Kraft, die man erleben darf. Es ist nicht peinlich oder gar ungebildet, an etwas Unfassbares zu glauben. In meinen Augen schließen Aufgeklärtheit, Moderne und Wissenschaft den Glauben nicht aus. Ebenso wenig gibt es für mich Glaubensargumente, die gegen das andere sprechen.


Ich möchte Menschen dabei begleiten, ihren Glauben zu finden, ihn zu reflektieren und so in ihr ganz eigenes Leben zu integrieren, dass er seine beflügelnde und stärkende Kraft entfalten kann. Glaube soll sich in Vertrauen auf Gott, in Liebe und Freiheit ausdrücken, nicht in Scham, Angst, Verbissenheit oder schmerzlichen Beschränkungen seiner selbst oder anderer. Es ist mir wahrlich eine Herzensangelegenheit, den Glauben erfahrbar und nahbar zu machen.
Voller Vorfreude und natürlich mit einer Portion Aufregung blicke ich auf das Vikariat und überhaupt die Zeit in Ihrer Gemeinde. Ich bin zuversichtlich, mit Pfarrer Dr. Bloch als Mentor sowie den Begegnungen und Erfahrungen in den Gemeinden Bad Meinberg und Leopoldstal, einen wertvollen Rahmen zu haben, um als Pfarrerin gleichwie als Christin und Mensch zu wachsen.

Seien Sie gesegnet und seien Sie ein Segen!
Auf bald, Ihre Zoe Davis

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