Young aLIVE – Disney-Gottesdienst
Und wieder hatte sich der Kirchenraum verwandelt, Disney war überall gegenwärtig – eine Mickey-Mouse hatte es sogar auf die Kanzel geschafft! Als ich kam wurde noch geprobt, letzte Dinge gerichtet und erklärt – dann füllte sich langsam die Kirche. Die gestellten Stühle reichten nicht – es mussten 2 weitere Reihen Stühle her! Freudige Erwartung war in dem Raum zu spüren – sowohl bei denen, die den Gottesdienst vorbereitet hatten und nun durchführen wollten, als auch bei den vielen Menschen, die diesen ersten Gottesdienst der „Young aLIVE“, einer Gruppe von Konfirmanden und weiteren Jugendlichen, miterleben wollten. Ich war ebenfalls sehr gespannt: Disney und Gottesdienst – welche Brücke gibt es, welche Aussage? Für mich wesentlich wurde dann die Begegnung der Jugendlichen mit Dschinni, dem Geist aus der Wunderlampe von Aladdin, im Rahmen eines kurzweiligen Anspiels, das die Jugendlichen aufgeführt haben. Drei Wünsche hatten die Jugendlichen frei. Eine wünschte sich neue Kopfhörer, eine andere wünschte sich besser Tanzen zu können. Der im Anschluss dargebotene Tanz der Jugendgruppe zur Musik aus Vaiana war sehr unterhaltsam. Im Stück selbst wurden diese ersten beiden Wünsche aber sehr kritisiert. Anstelle nur auf sich selbst zu schauen, könne man sich doch auch etwas Sinnvolles wünschen. Und so hatte die Jugendlichen noch einen Wunsch frei und wünschten sich „A whole new World“ eine ganz neue Welt, in der die Menschen in Frieden und Freiheit miteinander leben. Da entgegnete Dschinni, dass dieser Wunsch außerhalb seiner Macht stehe. Vielmehr braucht es dafür die Menschen, die sich dafür in dieser Welt engagieren – und dabei zugleich das Vertrauen den setzen, der diese Welt geschaffen hat und zu uns zugleich wie ein Vater und Freund steht: Gott. Gott, der jeden von uns liebt und zu uns mit den Worten eines Liedes aus dem Film Tarzan zuspricht: „You’ll be in my Heart.“ Die Frage nach dem, was wir Menschen uns wünschen, jeder einzelne von uns, wurde zugleich auch an die Gottesdienstbesucher gestellt. Die Anwesenden waren gefragt und es gab wunderbare Antworten von Klein und Groß. Ein Wunsch sei hier herausgegriffen: der Wunsch nach weiteren Gottesdiensten dieser Art, die in ihrer modernen Ausprägung die Brücke schlagen zu dem, was Menschen in der Gemeinschaft und in der Gemeinschaft mit Gott Wertvolles für diese unsere Welt zu leisten imstande sind. Danke sei gesagt allen denjenigen, die sich im Gottesdienst engagiert haben – sei es die Band mit den wunderschön vorgetragenen Songs, sei es denjenigen, die mit ihren Wortbeiträgen den „roten Faden“ durch den Gottesdienst gespannt haben, den Tänzerinnen, die uns verzaubert haben. Ich schließe mich der Bitte nach weiteren Gottesdiensten von „Young aLIVE“ gerne an – das ist gelebte Hoffnung auf eine Kirche, eine Kirchengemeinde, die sich weiterentwickelt, nicht im Traditionellen stehenbleibt und so Zukunft sichert – für ein Leben in Gemeinschaft mit den Menschen und mit Gott.
Margaretha Röwenstrunk
März 2025
aLIVE meets… James Bond

Nach dem beeindruckenden Festival-Auftakt im letzten Jahr und dem ersten “aLIVE meets”-Gottesdienst in Leopoldstal nun ein Gottesdienst mit der aLIVE-Band in Reelkirchen. Wieder war der Gottesdienst mit mehr als 160 Teilnehmenden sehr gut besucht und es war beeindruckend zu erleben, wie gut sich die “ungewohnte” Form des Gottesdienstes auch in einer romanischen Kirche verwirklichen ließ.
Das Team und die Band haben sich mit der Musik aus James-Bond-Filmen auseinandergesetzt und sich inspirieren lassen. Hier ein paar Gedanken von Iris Grote, die sie im Gottesdienst vortrug: „Es ist zwei Tage vor dem Passah Fest, Jerusalem ist voll von Menschen. Viele Besucher sind in die Stadt gekommen. Es erforderte einiges Organisationstalent einen Raum für ein gemeinsames Abendessen zu finden, in dem sie alle Platz hatten, aber es war gelungen. Jetzt ist es Nacht, er hatte sich von seinen Freunden verabschiedet, allen war klar, sie werden nicht wieder in dieser Runde zusammenkommen und es wird einen schrecklichen Verrat geben. Eine schreckliche Unglücksahnung schwebt über ihnen. Jesus weiß das alles und sucht Ruhe für die Nacht. Er geht mit drei Freunden hinaus aus der Stadt, auf den Ölberg. Dort kennt er sich aus, dort hat er schon öfter Zuflucht gefunden. Von dort überblickt er die Stadt, mit ihrem Häuser- und Menschenmeer, all den Mauern, Toren und dem Tempel. Angekommen im Garten Gethsemane bittet er die Freunde wach zu bleiben und zu beten, er selbst entfernt sich von der kleinen Gruppe und betet allein. Er ist hin und her gerissen. Wie in einem Kampf geht es hin und her. Jesus zieht sich zurück und sucht dann wieder Kontakt zu seinen Freunden, aber die sind eingeschlafen. Ihnen sind die Worte ausgegangen, sie sind in den Schlaf geflohen. Wenn er für sich allein ist, wendet sich Jesus im Gebet zu Gott. Einen Auszug dieses Gebets kennen wir. Doch vielleicht hat Jesus Gott noch mehr gesagt. Vielleicht ähnliche Worte, wie das „Ich“ des Bond-Song „Writing on the wall“: „Ich bin darauf vorbereitet. Wenn ich schieße, dann treffe ich auch. Aber ich habe das Gefühl, dass ein Sturm aufzieht. Wenn ich den Tag überstehe, Dann hat es keinen Zweck mehr, wegzulaufen. Dieser Sache muss ich mich stellen.“ Ein „Gewitter“ zieht auf. Jesus weiß um seinen bevorstehenden Tod. Es hat jetzt für ihn „keinen Zweck mehr wegzulaufen“, auch wenn er es eigentlich möchte: „Lass diesen Kelch an mir vorübergehen. Doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe“, so lesen wir von Jesus. In dieser existentiellen Situation sucht Jesus Gottes Nähe – mehr noch: er macht sich ganz von ihm abhängig.“ Im weiteren Verlauf des Gottesdienstes konnten wir erleben, dass Luis Giesbrecht und Maike Lunkewitz in die Rollen von Jesus und James Bond schlüpften. Sie hatten einander viel zu sagen. Ob sich James Bond letztlich vom Glauben Jesu überzeugen ließ, blieb offen. Fest steht: Im Gespräch miteinander haben sich die Gottesdienstbesucherinnen über die Erfahrungen und Erlebnisse austauschen können und die Möglichkeit intensiv genutzt. Diese „Pause“ mitten im Gottesdienst bot die Möglichkeit bei einem guten Imbiss und Getränken aufeinander zuzugehen. Dass dies so gut gelang, lag gewiss auch an der offenen Atmosphäre und der mitreißenden Musik. Ein großer Dank geht an die Band und das Team für diese überzeugende Gestaltung am Samstag nach Ostern. Und natürlich auch ein herzliches Dankeschön an alle, die für die Technik und die köstliche Verpflegung gesorgt haben. Wie gut, dass „aLIVE meets“ weitergeht.

Bettina Hanke-Postma
April 2024
Ein Rückblick
Samstag 3. Februar, gegen 17.30 Uhr: Die Fenster hell erleuchtet – schon von Weitem konnte man sehen: In der Leopoldstaler Kirche ist was los… und wenn man dann noch feine Ohren hatte, konnte man es auch hören, da war etwas in Vorbereitung, was nicht alltäglich war! In dem Kirchenraum dann die Überraschung: Abendmahlstisch und Kanzel fehlten, dafür war die Band „aLIVE“ und der Vorbereitungskreis bereit, uns alle mitzunehmen, auf eine ganz andere Art, Gottesdienst zu feiern. Und es wurde ein Fest! Schon das Erlebnis, dass der Raum sich füllte, die Zwischentür geöffnet werden musste und schlussendlich gut 160 Menschen aus den Gemeinden Leopoldstal, Bad Meinberg, Reelkirchen, Wöbbel und andernorts – vom Konfirmanden bis zum fast 90-Jährigen – gemeinsam sich einließen auf diese Art des Gottesdienstes mit Musik von Ed Sheeran, aber auch mit modernen christlichen Liedern zum Mitsingen, mit sehr nachdenklich machenden Wortbeiträgen und zwischendrin, so wie im ganz ursprünglichen Christentum, mit der Möglichkeit zu essen, zu trinken, miteinander ins Gespräch zu kommen. Ich habe mich umgesehen und in so viele glückliche Gesichter geschaut! Das große Thema „Gemeinschaft“ und „Miteinander“ stand nicht nur in den Wortbeiträgen im Mittelpunkt – es wurde an diesem Abend lebendig, erlebbar. Es wurde erlebbar, dass Gott uns Menschen nah ist – jedem Einzelnen von uns – aber besonders auch in der Gemeinschaft, wenn wir IHN feiern – wir müssen uns nur darauf einlassen. Und eine solche Art des Gottesdienstes kann Hilfe sein, genau das zu tun. „Danke“, möchte ich allen denjenigen sagen, die es möglich gemacht haben, dass dieser Abend für uns alle ein solches Erlebnis werden konnte: raus aus dem Gewohnten, sich einlassen auf Neues – für mich eine der urchristlichsten Haltungen. „Danke“, dass ich mit übervollem Herzen nach Hause gehen konnte, mit der Vorfreude auf weitere „andere Gottesdienste“ mit neuen Impulsen, mit neuer Musik und neuen persönlichen Erfahrungen.
Margaretha Röwenstrunk
Februar 2024


„Lights will guide you home!“ aLIVE meets Coldplay in Bad Meinberg Eine besondere Atmosphäre war zu spüren beim „aLIVE meets Coldplay“ in Bad Meinberg. Die Bänke waren gefüllt und die Menschen erlebten einen tief gehenden Gottesdienst mit Songs einer der erfolgreichsten Bands der Gegenwart. Der Kirchraum war auf besondere Weise gestaltet – mit Lichtinstallation, einer großen Leinwand sowie einer anderen Ausrichtung des Raums als sonst. Mit „In my Place“ eröffnete die sechsköpfige aLIVE-Band den Gottesdienst, dem im weiteren Verlauf sowohl Coldplay-Songs als auch moderne christliche Lieder folgten. Einen Schwerpunkt bildete dann das Lied „Clocks“ – ein Lied, das von einem Menschen handelt, der sich in dieser Welt unsicher und verloren fühlt. Iris Grote und Henrik Folz vom aLIVE-Team nahmen den Liedinhalt auf und fassten dazu in Worte, was viele Menschen in dieser gegenwärtig diffusen und bedrückenden Weltlage spüren. Und sie gaben den Gottesdienstteilnehmern Raum, dem Ausdruck zu verleihen: Auf Zetteln konnten sie ihre eigenen Sorgen und Gedanken schreiben. In der sich anschließenden „Meeting-Zeit“ – einer Phase mit Gemeinschaft und Gesprächen bei Getränken und einem Imbiss – hatten die Menschen dann die Gelegenheit, die beschriebenen Zettel draußen in einer Feuerschale zu verbrennen. Die durch „Clocks“ aufgetretene Spannung wurde dann mit dem Lied „Fix You“ aufgebrochen. „Fix You“ – das ist ein Lied, das den Zuspruch schenkt, nicht allein oder verloren zu sein, sondern festgehalten zu werden: „Lights will guide you home - And ignite your bones - And I will try to fix you“ (Lichter werden dich nach Hause führen - Und in deinen Knochen neues Leben entfachen - Und ich werde versuchen, dich aufzurichten). Bettina Hanke-Postma und Henrik Folz bezogen diesen Gedanken auf Gott – Gott, der dem Verlorenen nachgeht und es nach Hause führt. Gott, der neues Leben entfacht und uns Menschen festhält und neu aufrichtet. Dazu passten dann sowohl die Lesung „Vom verlorenen Schaf“ (Lukas 15) als auch das Lied „The Lord’s my Shephard“, eine englische Interpretation von Psalm 23. Die Rückmeldungen haben gezeigt, dass viele Menschen davon angesprochen wurden. Am Ende wurde es dann mit „Viva la Vida“ wieder stimmungsvoll – so sehr, dass es spontan Standing Ovations gab. Dem Wunsch einer „Zugabe“ gab die Band nicht nach, schließlich wartet mit dem Festival „3 Days aLIVE“ ja ein besonderes Highlight in diesem Jahr. (Siehe dazu die Ankündigung in diesem Gemeindebrief.) Auch dann wird Coldplay wieder eine Rolle spielen. Wir dürfen gespannt sein.
Pfarrer Dr. Gregor Bloch
– so lautete das doppeldeutige Motto eines Events der besonderen Art, das wir nach dem überwältigenden Erfolg im Sommer 2023 in diesem Jahr 2025 zum zweiten Mal durchgeführt haben.
Auf Instagram konnte ich schon vor dem eigentlichen Beginn verfolgen, wie das Gelände des Freibades sich veränderte. Da wurden Zelte aufgebaut, Stühle geschleppt, alles für das leibliche Wohl vorbereitet. Und dann war er endlich da: der Freitag!
Als wir am Freibad ankamen, sahen wir schon das geschäftige Treiben der vielen Helfer, die bis zum Schluss noch anpackten, damit für alle Besucher des Festivals auch wirklich alles bereit und fein war.
In mir stieg ein Bild auf: Da gibt es eine Gemeinschaft von Menschen, deren Ziel es ist, anderen Menschen ein Gemeinschaftserlebnis – ein ganz besonderes ! – zu ermöglichen. Die Gemeinschaft der Mitglieder von aLIVE und Young aLIVE, die Gemeinschaft der helfenden Hände „drumherum“, die Gemeinschaft derer, die Kuchen backen etc. Alle zusammen sorgen dafür, dass dieses Festival ein Gemeinschaftserlebnis werden konnte, in dem wiederum alle Gemeinschaften zusammen mit allen Festivalgästen zu einer einzigen großen Gemeinschaft werden konnten
Das war „3 DAYS aLIVE“ – Rückblick auf das Kirchen-Festival
„Was soll denn das sein?“, so hörte man im August zahlreiche fragende Reaktionen auf die farbenfrohen XXL-Plakatwände, die überall zu einem Festival im Beller Freibad einluden. Die Antwort ist einfach: Ein konzertantes Festival mit Popmusik und der in ihr zum Ausdruck kommenden Spiritualität.
Der Titel lässt viel Deutungsspielraum, lebendig und frisch wirkte auch die Vorankündigung und rund 1000 Menschen folgten der Einladung ins Beller Freibad! Die tollen Fotos hier in unserer Bilder-Galerie und beim Social-Media-Dienst Instagram („hobale_kirchen“) sprechen hoffentlich für sich.
Wer vom Fr, 25.-So, 27.08.23 abends vor Ort war, erinnert sich zunächst an das einladend und gemütlich gestaltete Gelände mit großer Bühne und vielen überdachten Sitz- und Stehmöglichkeiten. Schon der erste Eindruck verhieß Party-Atmosphäre. Hier war genug Platz und genug Zeit, um miteinander die Musik zu genießen, mitzusingen, mitzufeiern, aber auch für viele gute Gespräche über Gott und die Welt bei kulinarischen Genüssen wie knackiger Wildschweinbratwurst aus heimischen Revieren, hausgemachter Currywurst oder knuspriger Holzofenpizza mit ungewöhnlichen Belägen. Der Bierwagen, der Weinstand und die Kaffeespezialitäten lockten mit leckeren Getränken, sodass niemand zu kurz kam, der hier im Freibad mehr als nur das Wasser gesucht hat.
Drei Tage mit drei Pop-Gottesdiensten sowie anschließenden Konzerten auf dem Gelände des Beller Freibades, organisiert von den fünf Kirchengemeinden Bad Meinberg, Wöbbel, Reelkirchen, Leopoldstal und Horn. Das Organisationsteam rund um Dr. Gregor Bloch (Pfarrer Bad Meinberg und Leopoldstal) , Bettina und Holger Postma (Pfarrerehepaar Reelkirchen und Wöbbel) und dem Meister des Großevent-Managements Fabian Roll (u. a. auch Küster Bad Meinberg) hat seit dem Winter heimlich in großen Dimensionen gedacht und geplant und dann das fertige Konzept als Überraschung für alle Gemeinden präsentiert. Ziel sollte sein, Menschen unterschiedlicher Gemeinden zusammenzubringen und sich in ausgelassener Atmosphäre zu begegnen. Klar ist: dieses Ziel wurde mehr als erfüllt!
Hier sei einmal die Band „aLIVE“ vorgestellt, die in dieser Form extra für das Festival gegründet wurde: Steffi Dreier, Helena Mansfeld, Liza Paulsen, Bettina Hanke-Postma, Holger Postma, Gregor Bloch, Knud Paulsen, Andreas Müller und Wim de Ridder. Vom ersten Takt an war bei jedem der drei Pop-Gottesdienste, die die Festivaltage eröffneten, glasklar, dass hier professionelle Stimmen und Instrumente zusammenwirken, die eine tolle Bühnenpräsenz haben und ihr Publikum mitreißen! Am Freitag gab es im Tagesverlauf reichlich Wasser von oben, sodass es bis zuletzt spannend blieb, ob um 18 Uhr wirklich wie geplant mit dem Beatles-Gottesdienst begonnen werden konnte. Doch pünktlich klarte das Wetter auf und bei schönstem Sonnenschein begann die Musik. Die Lieder der Beatles können mit ihrer Symbolik einen Gottesdienst tragen und wurden in sehr persönlichen biografischen Assoziationen zu „In My Life“ oder „The Long and Winding Road“ christlich ausgedeutet. Dies bot für alle Fans und jede Gemeinde eine tolle und neue Verbindung zu ihren Pfarrpersonen, die sich hier wirklich als „Pfarrer mit Herz“ zeigten. „Hey Jude“ bildete den krönenden Abschluss, und den lautstarken „Naaaa NaaNaa NaNaNaNaaaa“-Chor konnte man sicherlich noch am Entenkrug hören.
Es folgte dann das Konzert von „Jan Jakob und Trio“ aus Hannover, das im Vergleich zur Musik davor und danach etwas ruhiger ausfiel. Das Publikum verteilte sich auf dem Gelände, man kam ins Gespräch und stand nicht unbedingt nur direkt vor der Bühne. Nach einem sehr ausgiebigen Soundcheck der aus Detmold stammenden Truppe „Sebastian-Müller-Band“ startete diese mit einer musikalisch und schauspielerisch hochkarätigen „Blues Brothers“-Show, die das gesamte Festgelände und auch die Personen ohne Eintrittskarten außerhalb in ihren Bann zog und allerbestens unterhielt. Dies war ein Höhepunkt des gesamten Festivals!
Am Samstag, 26.08. wurden die Töne im „Rock“-Gottesdienst rauer! Die Band, die sich am Vorabend in keiner Weise geschont hatte, zeigte sich wieder in Hochform, spielte viele Klassiker und es gab geistliche Impulse zu Tom Pettys „Learning To Fly“ und „Don’t Stop“ von Fleetwood Mac. Eins war klar: We Will Rock You!! Das Publikum hätte an diesem Abend gerne noch zahlreicher vertreten sein dürfen, immerhin war am Samstag auch das Schwimmen bis in den Abend hinein möglich.
Ab 20 Uhr trat Samuel Rösch (Gewinner des Castingformats „The Voice of Germany“ 2018) auf und lieferte gut gelaunt einen professionellen und sympathischen Auftritt, der insgesamt allerdings ruhiger als der vorherige Gottesdienst klang. Später am Abend trat das Jazz-Ensemble „Trutone 8000“ aus Lippe auf, deren Auftritt ein Genuss für alle Jazz-Freunde war. An diesem Abend leerte sich das Gelände schneller als am Freitag, es war wettertechnisch leider auch kühler.
Am Sonntagmorgen verzauberte das Gottesdienst-Team die Gemeinde mit einem wunderbaren ABBA-Gottesdienst. Marie Postma führte in der Rolle der Miriam, Schwester des biblischen Mose, charismatisch durch den Gottesdienst, wobei Lieder wie „Waterloo“, „I Have a Dream“ oder „Eagle“ thematisch unterstützend erklangen. Nach „Mamma Mia“ wollte die Gemeinde die Band gar nicht mehr von der Bühne lassen, die Stimmung war super. Im Anschluss begann ein tolles Kinder- und Familienprogramm, das in Kooperation mit den beiden evangelischen Bad Meinberger Kindertagesstätten „Arche Noah“ und „Regenbogen“ gestaltet wurde. Alle Mitarbeitenden waren wie immer mit Herzblut voll bei der Sache und boten für Klein und Groß einen ungewöhnlichen Spiele-Parcours mit leckeren Gewinnen an. Dann startete das Konzert der Familien-Rock-Band „kraWALLo“, das sofort alle Anwesenden in seinen Bann zog. Es war so witzig, den Frontmann zu beobachten, der alle zum Mitmachen, Mitklatschen und Mittanzen animieren konnte. Tatsächlich war dies der „lebendigste“ Moment des gesamten Festivals, als eine hüpfende und tanzende Riesenpolonaise über das Gelände zog. Oder war das vielleicht doch kurz danach, als die Meinberger Sven Weber und Thomas Schäpe auf die Bühne komplimentiert wurden, um zu „Das rote Pferd“ als Vortänzer aufzutreten und sie ihre Show-Qualitäten wieder einmal unter Beweis stellten?! Alle hatten jedenfalls einen Riesenspaß bei dem tollen Auftritt der Band, die als Abschied rief „Das ist geil hier. Macht weiter so!“
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es drei äußerst lebendige Tagen waren, die „3 DAYS aLIVE“ im Sinne der Erfinder zu dem gemacht haben, was es sein sollte. Danke an all die vielen helfenden Hände im Vorder- und Hintergrund, denen es ein Anliegen war, Kirche einmal in anderem Licht zu zeigen. Danke auch an alle Sponsoren, die das Festival großzügig unterstützt haben. Es ist ein gutes Gefühl, zu erleben, dass unsere Kirchengemeinden lebendig sind. Und wir hoffen auf eine Wiederholung im nächsten Jahr!
Katrin Schnake
September 2023

