Der Weihnachtsbaum erstrahlte schon im festlichen Glanz, das musikalische Ensemble rund um Dr. Wolfgang Martin hatte die Instrumente vorbereitet und die Menschen hatten sich in freudiger Erwartung versammelt. Dann begann ein Gottesdienst der ganz besonderen Art!
Zum Mitswingen und Mitsingen war mir zumute – die Songs waren zum größten Teil bekannt; die mit interessanten Erklärungen über die Entstehung und den Inhalt der Songs eingeleiteten musikalischen Darbietungen brachten neue Erkenntnisse und zauberten eine fröhliche, dankbare Stimmung in die Herzen. Zum Beispiel „Let it snow“ – ein Song, der um viel, sehr viel Schnee bittet, damit der junge Mann bei seiner Freundin bleiben kann und nicht am Abend nach Hause muss – ich glaube, nicht nur ich war zurückversetzt in eine Zeit meines Lebens, in der mir diese Gedanken nicht fremd waren!
Und gleichzeitig wurde daran erinnert (musikalisch und mit Worten) dass auch Leid, Verlust und Trauer an Weihnachten keine Pause machen, wir aber durch das Erleben von Gemeinschaft und insbesondere durch das Mit-Erleben des Weihnachtsgeschehens, der Geburt Christi und die Gemeinschaft mit ihm Trost, aber auch eine andere Sicht auf die Dinge erfahren können.
Gemeinschaft wurde dann auch zusätzlich erfahrbar, weil viele der Gottesdienstteilnehmer*innen und das Ensemble sich die Zeit genommen haben, nach dem Gottesdienst noch bei Getränken und einem Snack zusammenzustehen, sich auszutauschen und ihre Dankbarkeit über einen Gottesdienst dieser Art zum Ausdruck brachten. Auch der Applaus, der nicht nur am Ende des Gottesdienst aufbrandete, zeigt deutlich die Bitte: lasst es zu einem Ereignis werden in unserer Gemeinde, das nicht einmalig bleibt! Bitte mehr von dieser Art des Gottesdienstes!
Margaretha Röwenstrunk
