– so lautete das doppeldeutige Motto eines Events der besonderen Art, das wir nach dem überwältigenden Erfolg im Sommer 2023 in diesem Jahr 2025 zum zweiten Mal durchgeführt haben.
Auf Instagram konnte ich schon vor dem eigentlichen Beginn verfolgen, wie das Gelände des Freibades sich veränderte. Da wurden Zelte aufgebaut, Stühle geschleppt, alles für das leibliche Wohl vorbereitet. Und dann war er endlich da: der Freitag!
Als wir am Freibad ankamen, sahen wir schon das geschäftige Treiben der vielen Helfer, die bis zum Schluss noch anpackten, damit für alle Besucher des Festivals auch wirklich alles bereit und fein war.
In mir stieg ein Bild auf: Da gibt es eine Gemeinschaft von Menschen, deren Ziel es ist, anderen Menschen ein Gemeinschaftserlebnis – ein ganz besonderes ! – zu ermöglichen. Die Gemeinschaft der Mitglieder von aLIVE und Young aLIVE, die Gemeinschaft der helfenden Hände „drumherum“, die Gemeinschaft derer, die Kuchen backen etc. Alle zusammen sorgen dafür, dass dieses Festival ein Gemeinschaftserlebnis werden konnte, in dem wiederum alle Gemeinschaften zusammen mit allen Festivalgästen zu einer einzigen großen Gemeinschaft werden konnten
3 Gottesdienste, 3 Konzerte, ein Familientag – „nüchternes“ Gerüst eines wunderschönen Erlebnisses! Den Beginn machte am Freitagabend die aLIVE-Gruppe mit einem Coldplay-Gottesdienst. Die für den Gottesdienst ausgewählten Songs dieser Band beschäftigen sich mit der Frage nach dem Sinn des Lebens, den Lebenszielen eines jeden einzelnen Menschen und es wurde im Gottesdienst deutlich, dass Gott uns alle, jeden einzelnen Menschen durch sein Leben begleitet und uns hilft unser ganz eigenes Leben zu leben im Vertrauen auf IHN – wenn wir das annehmen und wollen.
Am Samstagabend war dann ein Disney-Gottesdienst mit der Young aLIVE-Jugendgruppe. Es ist der zweite Disney-Gottesdienst, den die Gruppe gestaltet hat. Dieses Mal ging es um den Filmklassiker: „der König der Löwen“. Wieder stand die Lebenssinnfrage im Mittelpunkt, finde ich meinen eigenen Weg, wie kann ich es schaffen mit Schwierigkeiten, mit Zweifeln, mit Anfeindungen und Zumutungen so umzugehen, dass ich meine Lebensziele nicht verliere – kann ich über das Vertrauen zu Gott ein Selbst-Vertrauen geschenkt bekommen, das mich trägt und mich meinem Ziel näher bringt?
Am Sonntagmorgen dann der ABBA-Gottesdienst gestaltet durch die aLIVE-Gruppe. Verknüpft mit der Josefsgeschichte aus dem Alten Testament waren ABBA-Songs ausgewählt worden, die jeweils thematisch aufgegriffen haben, was Josef gerade erlebt und gefühlt hatte. Und auch in diesem Gottesdienst wurde es überdeutlich: wir sind – ganz gleich was uns in unserem Leben geschieht – getragen von Gottes Liebe und können ihm vertrauen. ER ist immer bei uns und bringt uns unserem Lebensziel nahe, gibt uns – wenn wir das zulassen – die Kraft, selbst zu lieben und zu verzeihen.
Es ist für mich beglückend, berührend und ja, auch faszinierend zu erleben, wie sich die Leichtigkeit und Fröhlichkeit der Musik in den Liedern und auch im Tanz (Young aLive) verbindet mit den tiefen Fragen und den Antworten, die mich noch lange in Gedanken zurücklassen und diese Verbindung zu einem Gefühl der Dankbarkeit wächst. Dankbar für das, was ich erleben darf in den Gottesdiensten, dankbar für die Gemeinschaft, die er-lebbar wird und dankbar (nicht zuletzt) für die Gemeinschaft derer, die mir und uns dieses alles ermöglichen durch ihr Tun!
Am Freitag- und Samstagabend dann zwei wunderbare Konzerterlebnisse! Freitag mit „Cosmo Klein and the Campers“ , die mit ihrer Musik nicht nur zum Zuhören, sondern auch zum Tanzen, Mitsingen und sich wohlfühlen aufforderten und am Samstag waren es „Die Wohltäter“, die ihrem Namen alle Ehre machten: mit unglaublicher Spielfreude und Authentizität forderten sie uns als Publikum heraus mitzumachen, mitzusingen, zu tanzen, Rhythmen zu klatschen. Beide Konzerte brachten den Menschen, die dabei waren, nicht nur Unterhaltung und Spaß, nein es war Lebensfreude pur und wieder ein Gemeinschaftsgefühl, das sich breit machte, in dem die Seele baden konnte (Freibad 😊).
Am Sonntag dann zum zweiten Mal „kraWALLo“, die von etlichen Kindern schon freudig erwartet wurden. Songs zum Mitsingen, Mitbewegen, Mittanzen für Klein und Groß, eine Polonaise rund ums Gelände. Auch hier: Gemeinschaftsgefühl pur.
Dazwischen immer wieder war für das leibliche Wohl gesorgt mit feiner Pizza (für mich persönlich die Versuchung schlechthin!), mit Bratwurst und Pommes, mit Kaffeespezialitäten und Kaltgetränken jeglicher Art und nicht zuletzt mit einem wunderbar abwechslungsreichen und vollen Küchenbuffet, das es nicht zuließ, sich „durchzuessen“.
Zum Schluss der Familiennachmittag mit vielen Spielen. Eines davon ist mir zum Sinnbild des Festivals geworden: An einer kleinen runden Scheibe hängen zwölf Schnüre. Bis zu zwölf Menschen können nun jeweils eine Schnur in die Hand nehmen und arbeiten nun miteinander daran sechs Würfel aufeinander zu stapeln. Das geht nur gemeinsam, wir mussten uns einigen, aufeinander achten, miteinander agieren. Es war nicht einfach – aber das Glück, wenn alle sechs Würfel aufeinander standen und nicht umkippten! – war pures Gemeinschaftserlebnis!
Danke Allen, die zu diesem Festival beigetragen haben und uns in dem Gefühl durch die nächsten Tage gehen lassen, wir sind Gemeinschaft, haben Gemeinschaft mit Gott und können dieses immer wieder erleben und erlebbar machen.
Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Mal!
Margaretha Röwenstrunk
Juli 2025
