KT Es wurde viel getanzt KT Kinder schauen durchs Schlossfenster KT Lecker Essen KT Maerchenfest

In den letzten Wochen tauchten wir in die Welt der Märchen ein. Es war einmal … – dieser Satz steht für Spannung und Abenteuer, aber auch für Behaglichkeit und Geborgenheit – für all das, was wir Kindern vermittelten, als wir mit ihnen das Reich der Märchen betraten.
Teilweise sind Märchen, aufgrund ihrer manchmal schwierigen Sprache, aus der Mode gekommen. Vielen sind Inhalte der Geschichten zu spannend und gruselig, wenn z. B. bei Hänsel und Gretel die Hexe im Ofen schmort. Märchen haben jedoch im Kinderalltag eine Berechtigung, da sie Kindern wichtige Erfahrungen und Inhalte vermitteln.

Märchen „übersetzen“ wichtige menschliche Lebenssituationen in  Symbole und Bilder. Kinder verstehen die Botschaft der Märchen ganz intuitiv.
Märchen bieten Helden, mit denen Kinder sich identifizieren können.
Märchen zeigen Lösungsmöglichkeiten für Konfliktsituationen.  Sie helfen bei der Überwindung mächtiger Gefühle, wie Angst,  Eifersucht, Verlassenheit.
Märchen regen die Fantasie an.
Märchen erweitern den Wortschatz und fördern somit die sprachliche Entwicklung.
Beim Hören entstehen Bilder in der kindlichen Fantasie. Dies ist ein Vorteil gegenüber der Reizüberflutung durch vorgefertigte Fernsehbilder, die keinen Platz für Fantasie lassen.
Dass Schönste wohl – insbesondere für Kinder, ist, dass im Märchen Wunder wahr werden und Wünsche in Erfüllung gehen. In Märchen gibt es immer ein Happy End für die „Guten“.
Wir haben uns in den letzten Wochen schwerpunktmäßig mit den Märchen Schneewittchen, Hänsel und Gretel, Sterntaler und Dornröschen beschäftigt. Das Vorlesen von Märchen der Gebrüder Grimm war ein täglicher Bestandteil des Kitaalltags. Die Kinder hörten sehr gespannt den Geschichten zu und verstanden die Sprache der Märchen gut. Dies erstaunte uns Erzieherinnen. Wir hatten vermutet, dass wir mehr erklären und übersetzen müssen, da wir uns bewusst für die Geschichten in der Ursprungsform entschieden haben.
Die Kinder kamen jeden Tag und forderten das Vorlesen immer neuer Geschichten ein. So wurden auch eher unbekannte Märchen gelesen und besprochen. Wer kennt heute noch die Märchen „Die Rabe“, „die Goldkinder“ und viele andere schöne, eher unbekannte Märchen? Die Kinder zeigten viel Freude und Ausdauer beim Vorlesen und Zuhören. Nie hatte ein Kind Angst oder es war ihm unheimlich vor den etwas spannenden Inhalten der Geschichten.
Zu den Märchen wurde gebastelt, gesungen und gespielt. Es entstand ein Dornröschenschloss in der Eingangshalle und ein Haus der Großmutter aus dem Märchen Rotkäppchen im Gruppenraum. So konnten die Kinder gut die Märchen nachspielen, vertiefen und verarbeiten. Die Kinder verwandelten sich dabei in Prinzessinnen, Prinzen, Drachenjäger, Hexen und Feen.
Am Rosenmontag feierten wir alle ein Märchenfest, mit tanzen, singen und basteln in allen Räumen der Kita.
Den krönenden Abschluss des Themas bildete eine Märchenreise mit den Familien im Gemeindehaus. Allen, die der Einladung gefolgt waren, wurden Inhalte der Themenarbeit bei einem Fest vorgestellt. Nach einem gemeinsamen Frühstück zeigten die Kinder ihr Können. Die Geschichten des Sterntalers, des Schneewittchens, von Hänsel und Gretel wurden durch ein Rap, Singspiel, ein Stabpuppentheater und mit einem Schwungtuch dargestellt. Es gab für die Vorführungen viel Applaus für die Kinder.
Zum Abschluss unserer Themenreihe war den Kindern und Erzieherinnen klar, dass bei uns Märchen auch darüber hinaus ein fester Bestandteil unserer Arbeit sein werden.
Thomas Schäpe