Kennen sie eine Osterkrippe?

Die OsterkrippeJeder von uns kennt den Brauch der Weihnachtskrippe, die die Geburt Jesu darstellt. Bei uns in der Kita gibt es seit einigen Jahren eine andere, nicht so bekannte Krippe, die in unserem religionspädagogischen Programm ein fester, lieb gewordener Bestandteil ist.
Wie jedes Jahr zur Osterzeit bauen wir in unserer Kita die sogenannte Osterkrippe auf, um den Kindern die freudige Botschaft der Ostergeschichte näher zu bringen.


Das ist für unsere Kinder immer ein spannendes Erlebnis und wir sind jedes Mal begeistert, was die Kinder vom vorigen Jahr wissen. Dabei klammern wir für die Kinder das Leiden Jesu nicht aus, da aus unserer Sicht dies zur Ostergeschichte dazu gehört.


Erzählen der Ostergeschichte mit dem KamishibaiJeder kann hier anschaulich den schweren Weg, den Jesus zum Kreuz gehen muss, erleben und vertiefen. In verschiedenen Gruppen erzählen wir den Kindern mithilfe eines Erzähltheaters aus Holz und mit verschiedenen Bildkarten den Kreuzweg Jesu. Dieses Erzähltheater trägt den Namen Kamishibai und ist bei unseren Kindern sehr beliebt, da man Geschichten sehr anschaulich erzählen kann.
Die Kinder schauen sich mit uns ausgesuchte Bildkarten an. Alle überlegen gemeinsam, wer wohl Jesus ist und was auf den Karten zu sehen ist. Die Kinder erleben zunächst, wie Jesus begeistert empfangen wird, wie die Menschen Kleider, Tücher und Palmzweige vor Jesus ausbreiten und ihm zujubeln. Jesus war immer freundlich zu jedermann und die Menschen behandeln ihn wie einen König. Danach erzählen wir den Kindern, dass nicht lange danach, Jesus mit seinen Freunden, den Jüngern, das letzte Abendmahl gefeiert hat. Jesus weiß, dass er sterben wird. Im Garten Gethsemane bittet Jesus die Freunde für ihn zu beten, weil er große Angst hat vor dem,   was jetzt auf ihn zukommt. Mit den Kindern besprechen wir die Gefühle des Alleinseins und der Angst, die Jesus durchlebt. Als besonderes Ritual beten wir jedes Mal. „Schritt für Schritt, Tritt für Tritt gehen wir, Jesus,  deinen Weg nun mit.“
Die Kinder in unserer Kita können mit diesen ernsten und auch traurigen Geschehnissen gut umgehen, da für uns im Vordergrund immer die Freude darüber steht, dass Jesus den Tod überwunden hat und wir uns über das Wunder der Auferstehung und das ewige Leben freuen dürfen. Dieses Gefühl bleibt bei den Kindern als „Happy End“ in Erinnerung. Die Kinder erleben, dass wir keine Angst zu haben brauchen. Gott ist immer bei uns.
Zur Vertiefung der Ostergeschichte freuten wir uns über den Besuch von Pastorin Lutterjohann-Zizelmann in unserer Kita. In den einzelnen Gruppen wurde die Geschichte von ihr noch einmal zusammenfassend erzählt. Auch hier war zu erkennen, dass die Kinder eine Menge von der Geschichte wussten und verinnerlicht haben.

Jutta Fehlberg, Thomas Schäpe
Gemeindebrief Mai 2016