FR Buch-des-LebensBuch des Lebens:

Christen und Juden kennen die Vorstellung, dass Gott alle Menschen, die er liebt, in einem Buch aufgeschrieben hat. „Möge dein Name im Buch des Lebens eingeschrieben sein“, ist der in der jüdischen Neujahrszeit häufigste Gruß.

FR KreuzKreuz:

Christus wurde von den Römern gekreuzigt, das ist historisch belegt. Durch den Tod Jesu wurde das Kreuz zum Erkennungszeichen für die Christen. Aber das Kreuz ist viel älter. In der äußeren Symbolik weist der Längsbalken zum Himmel, während der Querbalken für das Leben steht. Im Mittelpunkt kreuzen sich „Leben“ und „Himmel“ wie Zeit und Ewigkeit. Das Kreuz ist Symbol für den Tod Jesu, aber auch das Zeichen des Sieges über den Tod, das Hoffnung zu neuem Leben gibt.

 

FR EngelEngel:

Mit Engeln verbindet sich die Vorstellung: blonde Locken, Flügel, weiße Gewänder. Pummelige Putten in Barockkirchen oder auf Gemälden, Rauschgoldengel in den Kaufhäusern. In Wirklichkeit sind Engel Botschafter einer anderen, tieferen Wirklichkeit. Mit ihnen verbinde man, so der Benediktinerpater Anselm Grün, die Sehnsucht nach einer Welt der Geborgenheit und Leichtigkeit, der Schönheit und Hoffnung; die Sehnsucht nach Hilfe und Heilung, die nicht aus uns selber kommt. Engel sind also Wegbegleiter. Die Bibel ist voller Engel, die den Menschen beschützen und ihm in konkreten Nöten zu Hilfe kommen. „Wenn uns Gott nicht die lieben heiligen Engel zu Hütern gegeben hätte, welche wie eine Wagenburg um uns lagern, so wäre es bald mit uns aus“, erkannte Martin Luther. „Wir müssen nicht an Engel glauben”, schreibt Anselm Grün, aber, „Engel lassen sich erfahren.” Als Gottes Boten in der Welt wollen sie trösten und schützen. Nicht selten nehmen sie die Gestalt von Menschen an.

FR CHRChristusmonogramm:

Es entwickelte sich aus den beiden ersten Buchstaben X (CHi) und P (Rho) des griechischen Wortes Christus, ist nach dem Kreuz und dem Fisch das am häufigsten gebrachte Christussymbol. Schon die ersten Christen zeigten mit den ersten drei Buchstaben des Wortes Christus (der Gesalbte) ihren Glauben. Zudem benutzten sie diese Buchstaben als geheimes Erkennungszeichen während ihrer Verfolgung.

FR SegenSegnende Hände:

„Segen“ und „segnen“ sind zentrale Worte im Alten Testament. Ihre Grundbedeutung lautet: mit heilvoller Kraft begaben. Eine genauere Beschreibung des Segens bietet der Begriff „Frieden“ (hebräisch „Schalom“), der Wohlergehen im umfassenden Sinne meint. Segen bewahrt nicht vor Leid, sondern in allem Leid gibt Trost und Zuversicht auf neues Leben. Wer gesegnet ist, geht mit Gottes Schutz durchs Leben und findet auch aus der Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit zurück ins Leben.

FR SchmetterlingeSchmetterling:

Für die ersten Christen war der Schmetterling ein Zeichen für die Auferstehung Jesu – ein Zeichen für die unsterbliche Seele. Ab dem 16. Jahrhundert erfreuten sich solche religiösen Motive in der österlichen Zeit großer Beliebtheit. Denn der Glaube an die Auferstehung ist das Fundament des christlichen Glaubens. Nicht Weihnachten und das Kind in der Krippe sind Ausgangspunkt des Christentums, sondern Passion und Ostern.

FR HerzHerz:

Das Herz ist gleichsam das Zentrum menschlichen Lebens. Es steht auch für die Liebe zu Gott und für die ewig fortbestehende Liebe unter den Menschen. Eine uralte Weisheit sagt: „Wenn du Stille in deinem Herzen findest, wirst du Gott überall in der Welt entdecken!“ In Neuengland fand ich diesen Leitspruch in einer Gemeinde: „Hands to work – hearts to God“ (Hände zur Arbeit – Herzen zu Gott).

FR TaubeTaube:

Pfingsten ist neben Weihnachten und Ostern das dritte große christliche Fest im Kalender. Seit dem vierten Jahrhundert wird Pfingsten genau 50 Tage nach Ostern gefeiert. Die Apostelgeschichte des Lukas berichtet im 2. Kapitel von der Ausgießung des Heiligen Geistes, der die Menschen unmittelbar Gottes Wille und Hoffnung – seine begeisternde, aktivierende und tröstende Kraft erfahren lässt. Im sechsten Jahrhundert wurde eine Taube zum Symbol des Heiligen Geistes und damit auch für Pfingsten. Mit einem Ölzweig im Schnabel wird sie zur Friedensbotin.

FR ewiges-LichtEwiges Licht:

Die Erfahrung von Dunkelheit und Trauer lässt das Verlangen und die Sehnsucht nach Licht wachsen. Mit der Geburt Jesu Christi scheint ein unvergängliches Licht auf alle Menschen. Es symbolisiert Gottes Gegenwart – an jedem Ort, auch auf unserem Friedhof in Bad Meinberg.

Arnold Pöhlker
Gemeindebrief, November 2011